Frühkindliche inklusive Bildung

 
   

Das bin ich:

Mein Name ist Inga Bracker-Matthießen, ich wurde 1967 geboren und lebe in Schleswig-Holstein, 70 km von der dänischen Grenze entfernt. Meine Ausbildungen sind Verwaltungsfachangestellte, Erzieherin und Heilpädagogin. Studienabschlüsse habe ich als Kindheitspädagogin B.A. und als Kita-Master M.A. In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport und lache. Wegen eines angeborenen Sehfehlers bin ich eingeschränkt bildschirmtauglich.

Was ich bisher gemacht habe:

Seitdem ich 16 Jahre alt bin, stehe ich im Berufsleben. Seit 1996 arbeite ich im Bereich der frühkindlichen Bildung (Teilzeit), um mich in der anderen Hälfte des Tages mit anderen Tätigkeiten oder Qualifikationen zu beschäftigen. Als Heilpädagogin bin ich seit 2005 in einer ev. Kindertagesstätte beschäftigt. Nun arbeite ich seit  2015 in Leitungsverantwortung.

Warum ich BiB studiert habe:

Ich habe BiB studiert, weil ich gerne lerne, meine beruflichen Kompetenzen erweitern wollte, Inklusion ein spannendes modernes Studienfach ist und es sich an meine Berufe anknüpft. Außerdem habe ich mich für BiB entschieden, weil ich mir mein Arbeitspensum selbst einteilen konnte und sich dieser Studiengang an meinen Beruf als Heilpädagogin und Erzieherin gut anknüpft.

Ich beendete das Studium im Sommersemester 2014. Gerne gebe ich einen Einblick in mein „Danach“. Das Studium in Fulda prägt mich sehr. Diese Einflüsse nutzte ich nicht nur während meines Master-Studiums „Kita-Master – Leitung frühkindlicher Bildungseinrichtungen M.A.“, sondern sie begleiten mich auch in meiner heutigen täglichen Leitungsverantwortung.  Ein Beispiel dafür sind meine in der Bachelor-Thesis gewonnenen Kenntnisse über die Qualifizierung der Frühpädagog*innen Schleswig-Holsteins im Kontext der inklusiven Herausforderungen in den Kindertageseinrichtungen. Hierzu setzte ich mich mit den Lehrinhalten für Frühpädagog*innen in Schleswig-Holstein auseinander. Viele Fragen blieben offen, für die ich in meiner Master-Thesis Antworten suchte. Ich befragte in einer Stichprobe angehende Erzieher*innen in Fachschulen nach ihren Kenntnissen über Inklusion. Im Rückblick bin ich Professorin Lingenauber dankbar für ihren damaligen Impuls, mich bei der Wahl der Thesis an dem Nutzen für meinen Berufsweg zu orientieren. Meine beiden Thesen erlauben mir eine Vorstellung davon, was hiesige Frühpädagog*innen während ihrer Berufsqualifizierung über Inklusion gelernt haben. Meine Einblicke unterstützen mich zum Beispiel bei der Anleitung von Berufspraktikant*innen und bei der Neueinstellung von Fachkräften. 

Die Übertragung der inklusiv ausgerichteten Studieninhalte auf die Leitungsebene erfolgt fortwährend. Mir ist es wichtig, dass meine Kita nach einem ausgewählten, täglich gelebten pädagogischen Ansatz arbeitet und keine unklaren Formulierungen in unserer Konzeption stehen. Wir haben konzeptionell verankert, dass wir die Kinder auf dem Weg zu Weltbürgern in einer diversen Welt begleiten möchten. Das Übergangsprojekt nach Lingenauber/von Niebelschütz wird, seit meinem damaligen PP1, von uns jährlich praktiziert. Meine Kolleg*innen können ihren Spezialisierungen bei der Gestaltung von Angeboten nachgehen. Ich erwarte von ihnen, dass sie Eltern und Kindern offen, wertschätzend und respektvoll begegnen. Vorurteile sprechen wir in Dienstbesprechungen aus. Uns gelingen täglich mehr oder weniger inklusive Handlungen, Impulse und Ansätze. Als Leiterin agiere ich aus dem Bewusstsein heraus, nicht alles zu wissen oder können. Mein Versprechen ist für die Kinder, Eltern, Kolleg*innen und die Kirchengemeinde, die Verantwortung für die Kita zu tragen.