Frühkindliche inklusive Bildung

 
   

Das bin ich:

Ich heiße Anna Berndl und ich bin 35 Jahre alt. Geboren wurde ich in einer mittelgroßen finnischen Stadt namens Joensuu, und ich wuchs dort naturverbunden von riesigen Seen und Wäldern umgeben auf. Ich bin humorvoll, offen und neugierig auf die Menschen und das, was die Welt zu bieten hat. Deshalb reise ich sehr gerne und erkunde das mir Unbekannte. In meiner Freizeit unternehme ich gerne etwas mit meiner Familie, treffe mich mit Freunden zum Frühstücken, schaue mir einen guten Film an oder lese ein spannendes Buch.

Was ich bisher gemacht habe:

 

Nach meiner Schullaufbahn in Finnland flog ich mit 20 Jahren nach München, um ein freiwilliges europäisches Jahr in einer Kinderkrippe, in welcher der Migrationsanteil bei über 90% lag, zu absolvieren. Das war ein aufregendes Jahr für mich, die Arbeit mit den Kleinkindern und ihren Familien gefiel mir sehr gut und regte mich zum ersten Mal zum Nachdenken über Bildung und Bildungschancen an. Obwohl meine Deutschkenntnisse sehr zu wünschen übrig ließen, dachte ich schon bald über eine Ausbildung in Deutschland nach und entschied mich letztendlich für die der Heilerziehungspflegerin. In den darauffolgenden Jahren war ich in verschiedenen Bildungseinrichtungen als Fachkraft und Gruppenleitung tätig, bis ich im Jahr 2014 die Einrichtungsleitung eines Reggio-inspirierten Kinderhauses in Ebersberg bei München angeboten bekam. Ich hatte großes Glück und wurde bereits in die Planung des Neubaus intensiv miteinbezogen, konnte bei der räumlichen Ausstattung mitwirken und die Konzeption gemeinsam mit meinen wunderbaren Kolleginnen bei einem sehr offenen Träger nach unseren Vorstellungen entwickeln. Das Kinderhaus „Villa Emilia“ besuchen derzeit 50 Kinder mit unterschiedlichen Heterogenitätsdimensionen und in den kommenden Jahren werden durch den sukzessiven Aufbau noch weitere 50 Plätze geschaffen. Neben der Kinderhausleitung arbeite ich am Aufbau eines Fortbildungsinstituts für elementarpädagogische Themengebiete mit.

Warum ich BiB studiert habe:

In den fünf Jahren der berufsbegleitenden Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin merkte ich, dass meine Interessen nur wenige Anknüpfungspunkte zu den Inhalten des Lehrgangs fanden und auch in den Jahren nach der Ausbildung kam der Wunsch, trotz zahlreicher Fortbildungen, nach einem geeignetem Studium auf: Ich wollte Erklärungen für meine vielzähligen Praxiserfahrungen finden und sehnte mich nach einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit meinen Herzensthemen, wie denen der Behinderung und Migration, sowie denen der Bildungsarmut und Bildungsbeteiligung. Als ich auf den Studiengang „Frühkindliche inklusive Bildung“ aufmerksam wurde, sah ich meine Chance gekommen. Das Studium vereinbart alle meine Interessen, alle meine Themen und hat aber auch bei mir selbst viele bisher unentdeckte Ressourcen hervorgerufen. Der modulare Aufbau ist wunderbar gelungen, so dass das Wissen kontinuierlich und in einer sinngebenden Reihenfolge wachsen kann. Die wissenschaftliche Fundierung ist erstklassig und wird auf eine Art und Weise präsentiert, die auch kreative und unkonventionelle Lösungen nicht scheut. Die Studierbarkeit mit Präsenz- und Selbstlernphasen ist optimal mit einer Familie und/oder einer Berufstätigkeit zu vereinbaren – und gerade die Praxisverknüpfung macht das erworbene Wissen auch authentisch erlebbar. Die Welt braucht Expertinnen, die nicht nur von der Inklusion gehört haben, sondern diese auch gespürt haben!