Frühkindliche inklusive Bildung

 
   

Das bin ich:

Ich bin 30 Jahre jung und wohne mit meinem Mann und unserer Tochter in Fulda. Ich halte mich gerne bei jedem Wetter in der Natur auf, gehe gerne joggen, spazieren, wandern. Ich liebe kochen und Musik und Tanz am Feuer ebenso wie freie Tage am Wasser und ich übernachte liebend gerne unter freiem Himmel. Was ich sonst noch mag: Geschichten und Wörter, Lernen und Leben mit anderen Menschen, Kinderlachen, Gebet und Träumen von einer Welt, in der Familie Mensch füreinander da ist, unabhängig von Herkunft oder Vorlieben, welcher Art auch immer.

Mein Symbol ist ein Apfel. Ein Apfel ist wie ein Schatz, der an sich schon sehr angenehm ist, weil er gut schmeckt und gut tut. Aber tief in sich enthält er auch die große Kraft neue Apfelbäume entstehen zu lassen. So ist für mich auch ein Kind. Es ist wunderbar, einem Kind zu begegnen und es macht Freude, die Begabungen eines Kindes zu entdecken und zu fördern. Und gleichzeitig enthält jedes Kind die Kraft, neue Gedanken, Welten, Ideen, Kulturen ins Leben zu rufen und das Leben neu zu erfinden. Das Leben und Lernen mit Kindern ist so eine ewige Entdeckungsreise und genau das liebe ich an meinem Beruf.

Was ich bisher gemacht habe:

Seit meiner Ausbildung zur Erzieherin und Jugendreferentin (Abschluss: 2009) konnte ich ganz verschiedene Erfahrungen sammeln. In den Jahren 2009 bis 2013 habe ich in zwei verschiedenen Kirchengemeinden die Kinder- und Jugendarbeit betreut und in dieser Zeit schwerpunktmäßig Ehrenamtliche in ihrer Mitarbeit begleitet und ausgebildet sowie mit Kindern und Jugendlichen Partizipationsmöglichkeiten im kirchlichen Kontext erarbeitet. Parallel dazu habe ich von 2011-2013 in einem dreigruppigen Kindergarten mit einer U3 Gruppe gearbeitet. Nach zwei Jahren Elternzeit habe ich im Jahr 2015 eine Ausbildung zur Kindertagespflegeperson absolviert. Von Juni 2015 bis August 2016 habe ich in einer Kinderkrippe in Fulda gearbeitet und diese auch 10 Monate geleitet. Im letzten Jahr habe ich während meiner Ausbildung zur Wildnis- und Erlebnispädagogin Feuer gefangen für eine pädagogische Arbeit, die Kindern im Bildungsraum Natur ganzheitliche und intensive Lernerfahrungen ermöglicht. Deshalb arbeite ich ich seit September 2016 als Erzieherin im Natur- und Waldkindergarten „Die Haselmäuse“ nahe Hünfeld.

Warum ich BiB studiere:

Eine treibende Kraft, die mich motiviert hat, BIB zu studieren ist meine Grundüberzeugung:

Jeder Mensch ist es wert,

gehört, verstanden, entdeckt und gefördert zu werden.

Jeder Mensch ist begabt!

Auf verschiedenen Stationen meines Lebens- und Lernweges habe ich immer wieder festgestellt, dass viele (Bildungs-)systeme/-kulturen Menschen auf Grund ihrer Besonderheiten ausgrenzen und die Lern- und Lebensfreude damit zerstören. Das macht mich gleichermaßen wütend, traurig und manchmal auch hilflos. Deshalb möchte ich in diesem Studium Antworten und praktische Handlungsansätze für folgende Fragen erarbeiten:


Wie können Kinder mit ganz unterschiedlichen Interessen und Begabungen auf oft engem Raum und mit wenigen Pädagogen als Ansprechpartnern individuell gefördert werden?

Wie können Pädagoginnen und Pädagogen motiviert werden, auf jedes Kind individuell einzugehen, auch wenn standardisierende Tagesabläufe und Bewertungen einfacher zu managen sind?

Wie kann man bei Kindern, Eltern, Pädagogen die Freude an der Vielfalt, an der Begegnung und an Toleranz wecken und Ängste, Hemmschwellen und Vorurteile abbauen?

Ich erhoffe mir gerade durch den großen Praxisbezug und den kollegialen Austausch während des Studiums einen möglichst hohen Erkenntniszugewinn und viele neue Handlungsoptionen.